Agenda 21 ist ein weltweites Aktionsprogramm für das 21
Jahrhundert
Ihr Ziel ist eine nachhaltige
Entwicklung.
Nachhaltig bedeutet, dass wir heute so leben
und handeln,
dass auch unsere Kinder und
Enkelkinder eine
l(i)ebenswerte Welt
vorfinden
können.
1992 fand in Rio de Janeiro die Konferenz der
Vereinten Nationen
zu Umwelt und Entwicklung
statt. Delegierte aus 179 Ländern erarbeiteten
ein
700seitiges Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert zur
Lösung der sozialen, wirtschaftlichen
und ökologischen Probleme. In Kapitel
28 werden
Politik und Verwaltung aufgefordert
mit BürgerInnen, lokalen Organisationen und der
Privatwirtschaft in
einen Dialog zu treten um
gemeinsam eine kommunale AGENDA 21 zu
beschließen und so einen Konsens über zukünftige Strategien und
Maßnahmen zu erzielen. Ein nachhaltiger Lebensstil braucht Visionen,
Handeln braucht Wissen und Ziele und Projekte, die die Beteiligung
tatkräftiger Menschen weltweit. Weltweit beginnt vor Ort!
Gerade auf lokaler Ebene ist die Kompetenz jeder und jedes Einzelnen von
Anfang an gefragt. Nutzen Sie die Chancen und Möglichkeiten die Zukunft
Dießens in zwei Arbeitskreisen aktiv mitzugestalten.
Agenda21
Dießen, Arbeitskreis Energie, Bauen, Wohnen stellt
Tätigkeit bis auf weiteres ein, als
Konsequenz zur fehlenden Kooperation von Gemeinderat und
Bürgermeister
Beim letzten Treffen des
Arbeitskreises Energie, Bauen, Wohnen wurde von den
Anwesenden Agenda21-Mitarbeitern die Konsequenz aus der
unbefriedigenden Zusammenarbeit mit den gewählten
Vertretern der Gemeinde Dießen gezogen.
Vor allem der fehlende Dialog mit der politischen
Führung der Gemeinde Dießen, ist unter anderem der
Grund, warum von den früher zahlreichen aktiven
AK-Mitarbeitern immer weniger Lust verspürten, sich bei
der Mitgestaltung dieses Ortes noch einzubringen und
weiter gegen eine Gummiwand zu laufen.
Dem ehrenamtlichen Engagement dieser überwiegend
berufserfahrenen und sachkompetenten Bürger wurde von
großen Teilen der Mandatsträger häufig Missachtung und
Ablehnung entgegengebracht. Anstatt bei neuen Themen
schon frühzeitig die Bürgerschaft und Agenda21-Kreise zu
informieren und zur Diskussion einzuladen, werden häufig
unter Ausschluss der Öffentlichkeit schwerwiegende
Zukunftsentscheidungen vorbestimmt, sodass die
interessierten Personenkreise bei der Gestaltung der
Gemeinde kaum noch mitwirken können, weil es keinen Sinn
macht, bereits gefasste Beschlüsse anzufechten. Damit
drückt die Gemeindeführung unmissverständlich aus, dass
sie ihr Mandat als Verwaltungsauftrag über diese
Gemeinde sehen und „sich von niemanden drein reden
lassen wollen“.
Die Folge sind immer häufiger notwendige und teure
Kehrtwendungen, wie z.B. jüngst erst wieder beim „Kaesslerhaus“.
Nur – das Geld für diese Volten haben wir nicht mehr.
Anders als in Gemeinden
mit funktionierender Bürgerbeteiligung, wo das
Engagement von Agenda21-Gruppen sehr gerne genutzt wird
um gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung
voranzutreiben, ist diese demokratische Grundhaltung in
Dießen vergeblich zu finden.
So konnte sich auch über 8 Jahre kaum ein Klima des
Vertrauens oder der Zusammenarbeit entwickeln. So lange
ist es nämlich her, dass in Dießen mit der Agenda21 –
Arbeit begonnen wurde. Zunächst erfolgte mit viel Elan
und Idealismus die Gründung von 4 Arbeitskreisen, um –
wie wir Agenda21-Mitglieder damals blauäugig glaubten –
die für alle leicht nachvollziehbare Aufgabenstellung
möglichst effektiv anzugehen, denn wer könnte schon was
dagegen haben, diesen schönen Ort und seine natürlichen
Ressourcen nachhaltig zu sichern und zukunftsfähig zu
gestalten?
Schließlich gibt es da ja noch immer den Auftrag der
Agenda21 an die Gemeinden (Kapitel 28), selbst initiativ
zu werden! Aber der überwiegende Teil der hiesigen
Kommunal-Mandatsträger hat das offensichtlich nie
ernsthaft zur Kenntnis genommen und so ist die
anfängliche Aufbruchstimmung zunächst schleichend und
dann endgültig in Frustration umgeschlagen. Man muss
heute ernüchtert feststellen, dass unsere Bürger bis
jetzt weder für eine nachhaltige Entwicklung
sensibilisiert noch mobilisiert werden konnten, weil es
an der substantiellen Unterstützung seitens der
gewählten Gemeindeführung mangelt. Damit muss man aus
heutiger Sicht 8 wertvolle Jahre an Agenda21-Arbeit
weitgehend in Frage stellen: war es vergeudete Zeit?
Dabei waren die Projekte
der Agenda21 stets konkret und die möglichen bzw.
eingetretenen Auswirkungen auch deutlich sichtbar wie
z.B. das Bürgerkraftwerk, die Optimierung der
Wertstoffentsorgung oder zuletzt die Initiative zur
Markthalle und zur Energieversorgung mit Erdwärme.
Natürlich gab es auch immer wieder Themen, die im
Gemeinderat kontrovers gesehen wurden wie z.B. die
Entwicklung von Gewerbeflächen, des Standortes des
Ammersee-Gymnasiums, Maßnahmen zur Verkehrsentwicklung
oder auch die künftige Energieversorgung des Ortes.
Leider kam trotz vieler Anläufe seitens der Agenda21 zu
diesen Themen nie ein echter Dialog mit den
Gemeindevertretern zustande, der zu besseren Ergebnissen
hätte führen können.
Der Arbeitskreis Energie,
Bauen, Wohnen hat daher beschlossen, solange seine
Arbeit einzustellen, bis sich die Rahmenbedingungen in
Dießen verbessert haben. Neben gravierenden
ökologischen oder ökonomischen äußeren Einflüssen kann
es auch ein positiv verändertes politisches Umfeld nach
der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2008 sein.
Für die Agenda21 /
Arbeitskreis Energie, Bauen, Wohnen
Gunnar Schweizer, Bernhard Reich, Dr. Hanno Wachernig,
Gisela Drexler, Axel Tilch, Erwin Sanktjohanser,
Hansjoachim Sprinz
Lothar Reitmeier, Peter Ostermeier, Peter Schmidt,
Herbert Schroder,
Gerhard Feustle
Agenda21 Dießen,
Arbeitskreis Natur und Landschaft arbeitet weiter!
AKTUELL:
GEOTHERMIE
Segen oder Energiefalle?Am 1. Juni 2006 fand
in der Gaststätte Maurerhansel ein gut besuchter Bürger -Informations- und Diskussionsabend der Agenda 21 Dießen über
das geplante Geothermiekraftwerk in Dießen statt. Der grundlegende Einführungsvortrag von Herrn Ostermeier
kann hier nachgelesen werden (Achtung PDF-File 4.6 MB).
Geothermie.
Hier folgen zwei interessante Vorträge von Herrn Feustle, Firma GF-SOL-AIR in
Dießen, über die Möglichkeit Fernwärme aus einem Geothermiekraftwerk ohne
Fernwärmenetz in die Häuser zu transportieren (Achtung Power Point File 923 KB).
Fernwärme und (PDF File 148 KB)
Geothermiefieber.
Dies ist besonders für Dießen interessant, da ja erst im letzten Jahr mit hohem Aufwand Gasleitungen
verlegt wurden. Zusätzliche Fernwärmeleitungen sind wahrscheinlich in nächster Zeit nicht rentabel.
Da viele potentielle Geothermie-wärmeabnehmer erst einmal vertraglich an die Gasnutzung gebunden sind.
"Wird Romenthal das Mekka
der Geothermie?"
aus Ammerseekurier 2./3.06.06
"Sie wollen Erdwärme nutzen und ein Geothermie-Kraftwerk
am nördlichen Ortsrand von Dießen bauen. Bei der
Agenda-Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im
Maurerhansel räumten Dieter Wagenbrenner und Ingenieur
Johannes Ruhland aber noch viel mehr ein. Zum ersten Mal
hörte die Öffentlichkeit, dass die beiden
Geschäftsführer der G-Term Energy & Water GmbH dem
Freistaat Bayern das ehemalige Öko-Staatsgut Romenthal
abkaufen wollen... Romenthal soll nach dem Willen der
G-Term-Gesellschafter "das regenerative Energiezentrum Dießen" das "Mekka" der geothermischen Nutzung werden."
Am 9.Juni 06 fand eine von der Gemeinde organisierte
Informationsfahrt nach Unterhaching
zur Besichtigung des dortigen Geothermie Projektes
statt. Hier ein Erfahrungsbericht
vom mitreisenden Agenda
Mitglied Herrn Axel Tilch.
Am 19. Juni findet eine Gemeinderatssitzung statt, bei der das Thema Geothermie behandelt wird. Am
20. Juni wird von der Gemeinde ein Arbeitskreises Geothermie gegründet, an dem jeder interessierte Dießner
Bürger mitmachen kann.
Ein fleißiger Dießner
Mitbewohner hat sich für 2006 viel vorgenommen!

Wenn man beim
Sportplatz in das Dießner Moos wandert, so findet
man
bei der ersten kleinen Brücke linkerhand Richtung
See diesen von Bibern angenagten Baum. Eine
Biberburg
findet sich kurz davor.-
Biber
aus aktuellem Anlass
hatten wir bei einer unserer letzten Sitzungen des
Arbeitskreis ENERGIE, BAUEN, WOHNEN den Schwerpunkt
„Verkehrsanbindung Ammersee-Gymnasium“
gewählt.

Dazu haben wir folgenden
Text entworfen, der an die beteiligten Stellen geschickt
wurde.
Verkehrsanbindung
Ammersee-Gymnasium
8. November 2005
Während für den ruhenden
Verkehr in Dießen in den
vergangenen Jahren reichlich öffentliche Gelder für
den Bau von Parkplätzen geflossen sind, hat man auf
Investitionen zur Beruhigung des ständig wachsenden
fließenden Verkehrs seit Jahren vergeblich gewartet.
Bereits vor fünf Jahren hat der damalige
Agenda-Arbeitskreis
„Verkehr“ bei der Gemeinde die Durchführung von
Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung beantragt, da
Verkehrslärm und -abgase sowohl die Lebensqualität
der Bewohner als auch den Erholungswert von
Besuchern erheblich belasten. Mit dem Bau des
Ammerseegymnasiums sehen wir nunmehr eine
einmalige Change, längst überfällige verkehrsberuhigenden
Maßnahmen, die auch im Hinblick auf die bereits
diskutierte Geschwindigkeitsbegrenzung im
Ortszentrum zielführend wären, durchzuführen.
Doch weit gefehlt: Wie
die aktuellen Planungen des Ingenieurbüros
Förg und Giampa zur Einmündung
von der Staatsstraße zum Gymnasium und die
anschließende Diskussion im Bauausschuss zeigen,
wird von den Planern wegen zu hoher Kosten eine seit
Mitte der 80er Jahre bewährte Kreisverkehr-Lösung,
abgelehnt. Es wird dagegen eine kostengünstige
Variante bevorzugt, die vorhersehbar zu
Unfallhäufungen führen wird. Sie wird auf Grund
ihrer unzeitgemäßen Straßenführung auch
Autofahrer, die gemeinhin keine Raser sind, wie
bisher zum Schnellfahren
verleiten, da der Übergang von Landstraße zur
Ortsstraße nur schwer erkennbar ist. Nach Erkenntnissen der
Bayerischen Staatsregierung liegen die meisten
Unfallhäufungen im Bereich von Kreuzungen und
Einmündungen. Eine
Unfallhäufung liegt dann vor, wenn sich auf einer
Länge von 1 km mindestens drei Unfälle mit schwerem
Personenschaden in einem 3-Jahres-Zeitraum ereignen.
Deshalb wurde von der Staatsregierung das Programm
„Sichere Kreuzung“ aufgestellt, das Maßnahmen zur
Entschärfung auffälliger Kreuzungspunkte enthält. Eine
Möglichkeit zur Beseitigung von Unfallhäufungen an
Kreuzungen ist danach der Umbau zum
Kreisverkehrsplatz.
Kreisverkehre besitzen gegenüber Kreuzungen den
Vorteil, dass sie weniger unfallträchtige
Verkehrsabläufe (z.B. Kreuzen, Linkseinbiegen)
aufweisen. Weiterhin sind die Unfallfolgen bei
Fehlern der Verkehrsteilnehmer in der Regel
geringer als bei Vorfahrtsmissachtungen an
Kreuzungen. Einen weiteren Vorteil stellt,
insbesondere im Ortseingangsbereich, die geschwindigkeitsdämpfende
Wirkung von Kreisverkehren auf die anschließende
Ortsdurchfahrt dar. Es ist uns sehr wohl
bekannt, dass ein Kreisverkehr nicht immer und nicht
an jeder Stelle die beste Lösung darstellt. Für die
Situation in Dießen im
Bereich des Gymnasiums erscheint uns - wie auch
einigen Gemeinderäten - die Kreisverkehr-Lösung als
eine überzeugende Maßnahme zur Verkehrssicherheit
und zur Verkehrs-beruhigung. Dagegen können die
aktuellen Planungen des Ingenieurbüros Förg und Giampa unsere
Vorstellungen zur Verkehrssicherheit und
-beruhigung bei Weitem nicht erfüllen. Die
Straßenplaner und -bauer vernachlässigen aus
Kostengründen offensichtlich immer öfter die
Erfordernisse einer wachsenden Gemeinde mit ihren
Problemen zur Lösung des Verkehrs. Deshalb sollte
der Gemeinderat diese Planung nicht akzeptieren,
sondern sie im Sinne des Programms „Sichere
Kreuzung“ der bayerischen Staatsregierung zunächst
fachlich überprüfen lassen. Auch wenn es „einen
Haufen Geld“ kostet. Das sollte uns die
Verkehrssicherheit und -beruhigung im Bereich des
Gymnasiums wert sein. Lieber dafür beim Bau des
nächsten Parkplatzes etwa sparen.
Am Samstag den 8.Oktober 2005 fand eine
erfolgreiche Vortrags-reihe vom Bund Naturschutz und der
Agenda 21 zum Thema Energiesparen in Dießen statt.
Hier finden Sie die Vorträge
und weitere Informationen.
ENERGIEWENDE BEGINNT ZUHAUSE
»BEGRÜSSUNG«
Bürgermeister Herbert
Kirsch /
Richard Ulrich, Bund
Naturschutz
Peter Ostermeier,
Agenda 21
»VOM
ALTBAU ZUM NIEDRIGENERGIEHAUS«
Dr. Wolfgang Mauch, Forschungsstelle für
Energiewirtschaft
»ALTERNATIVEN ZU ÖL UND GAS«
Erwin Sanktjohannser,
staatl. geprüfter Energieberater
»INDIVIDUELLE LÖSUNGEN ZUM PRIVATEN HOCHWASSERSCHUTZ«
Gerald Meier, Fachkundige Stelle für
Wasserwirtschaft, Starnberg
»UMWELTGERECHTER UMGANG MIT REGENWASSER«
Martina Stockbauer,
Landesamt für Umweltschutz, München
»VON DER ORANGERIE ZUM PASSIVEN SOLARHAUS«
Axel Tilch, Architekt,
Dießen
»EIN ENERGIEPASS FÜR IHR HAUS«
Andreas Jörg,
Energiefachberater
»WIE DER STAAT BEIM ENERGIESPAREN HILFT«
Finanzierungsexperte
der Sparkasse Landsberg-Dießen
URAN, ÖL UND GAS reichen noch 40 – 60 Jahre. Neu
entdeckte Lagerstätten gleichen den steigenden
Energiehunger der Welt nicht aus. Deshalb müssen wir
diese Energieträger sparsam nutzen.
WASSER ist auch dort,
wo es im Überfluss vorhanden zu sein scheint, eine
knappe Ressource. In Deutschland verbraucht jeder
von uns ca. 140 Liter pro Tag. Dieser gigantische
Verbrauch an Trinkwasser bedeutet: der
Grundwasserspiegel sinkt, Wasser wird immer teurer,
seine Reinigung immer aufwendiger. Die Konsequenz:
Wasser ist sehr kostbar und muss gespart werden.
DIE ENERGIEWENDE FÄNGT
BEI UNS ZU HAUSE AN.
Wenn wir warten bis
die letzten Reserven verbraucht sind, ist es zu
spät. Dann sind durch die immense Ausbeute der Natur
Klimaveränderungen die Folge, deren Anfänge wir
bereits erleben.
LEITEN SIE IHRE
PERSÖNLICHE ENERGIEWENDE EIN!
INFORMIEREN Sie sich
über die Vorteile erneuerbarer Energien und den
sinnvollen Umgang mit unserem kostbarsten Gut, dem
Wasser.
ÜBERDENKEN Sie
verschiedene Möglichkeiten, um Ihren Strom- und
Wasserverbrauch im Haushalt zu reduzieren.
ÜBERPRÜFEN Sie Ihre
Heizgewohnheiten. Lassen Sie sich BERATEN, wenn Sie
ein neues Haus
planen oder das alte
sanieren. Für Fragen zu diesen Themen und
Informationen zu Alternativen stehen Ihnen die
anwesenden Fachleute gerne zur Verfügung.
ZUR ERÖFFNUNG DER MARKTHALLE IN DIEßEN
Dießen, am 1.10.2005
Es ist eine große Freude, ab heute jeden Samstag direkt von unseren landwirtschaftlichen Erzeugern aus der
Nachbarschaft, hier im Ort, einkaufen zu können.
In Dießen hatte sich mit Hilfe der Agenda21 Gruppe ein Verein zum Aufbau eines Wochenmarktes gegründet.
Dieser Marktverein Dießen am Ammersee hat folgende Marktordnung beschlossen.
Marktordnung und Vereinssatzung
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Eröffnung der Markthalle am 1. Oktober 2005 |
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Bürgersinn setzt sich durch –
Malerwinkel gerettet!
Bürgerfest in St. Alban
am 14. Juli 2005 um 15:30 Uhr
Liebe Diessener, liebe Mitbürger,
Nach mehr als sechs Wochen anhaltender Proteste in
Diessen gegen den Neubau eines 66 Meter langen
Bootsstegs mit Bootshaus in Diessen / St. Alban hat das
Kabinett der Bayerischen Staatsregierung die Planungen
der Behörden korrigiert, und sich unsere Argumente
zueigen gemacht. Ministerpräsident Stoiber hat in seiner
Pressemitteilung vom Dienstag deutlich gemacht, dass die
jetzt beschlossene kostengünstigere und
landschaftsschonendere Lösung am Diessener Dampfersteg
auch den grundsätzlichen Zielen der Bayerischen
Staatsregierung, Steuermittel sparsam einzusetzen und
Bürgersinn zu fördern, entspricht. Wir alle sind daher
erleichtert, dass die übergeordnete Politik die Kraft
und den Mut hatte, unsinnige Fehlentscheidungen der
Fachebene zu korrigieren.
Die Interessengemeinschaft Malerwinkel lädt mit Blick
auf diese Entscheidung für den nächsten Sonntag um 14:30
Uhr zu einer Andacht in unsere Kapelle am See ein und ab
15:30 Uhr zum Malerwinkel in St. Alban, um gemeinsam mit
uns zu feiern.
Wir möchten auch einige Gedanken zur weiteren Gestaltung
des Malerwinkels Ihnen vorstellen und mit Ihnen
diskutieren. Ein schönes Ziel wäre es, den geweckten
Bürgersinn jetzt zu nutzen, um gemeinsam dieses schöne
Stück Diessen wieder zu beleben. Und wenn Ihnen dass
nicht Grund genug ist, am Nachmittag vorbeizuschauen,
dann kommen Sie doch, weil wir uns auf Sie freuen und
auf die Gelegenheit, im Kreise netter Mitbürger ein
Stündchen bei Kaffee und Kuchen zu verbringen!
Bringen Sie Ihr Stück Sonntagskuchen und Ihre
Kaffeetasse nebst Kaffee mit, und bleiben Sie weiter „in
Schwung“ für St. Alban und die Gemeinschaft unter uns
Bürgern! Für Sitzgelegenheit ist gesorgt. Bei schlechtem
Wetter treffen wir uns im Strandbad St. Alban.
v.i.S.d.P.: Dr. Wolfgang Salzmann / Prielwiese 17 /
86911 Diessen
Hier ist
die Vorgeschichte:
Stellungsnahme der Diessener Agenda21 Gruppe zum
Stegbau in St.Alban hier nachzulesen:
Schreiben an Frau Staatssekretärin
Müller im Bayrischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Sonntag Protest-Spaziergang nach St. Alban!
am
03.04.2005 ab 15:30 Uhr
POLIZEIBOOT SOLL MIT
HOHEM KOSTENAUFWAND EIGENEN STEG UND BOOTSHAUS ERHALTEN.
DIESSENER BÜRGER FORDERN:
KEINE UNSINNIGE VERSCHWENDUNG VON GELD UND LANDSCHAFT.
MACHEN SIE IHREN
SONNTAGSSPAZIERGANG ODER IHRE BOOTSPARTIE AB 15:30 UHR
NACH ST. ALBAN UND INFORMIEREN SIE SICH ÜBER DAS
VORHABEN!
Liebe Mitbürgerinnen und
Mitbürger,
wie Sie vielleicht schon
erfahren haben, soll an einem der wenigen unmittelbaren
Seezugänge, dem so genannten Malerwinkel in St. Alban (da
wo die Birkenallee ostwärts auf den See stößt) ab Montag
ein größeres Bauvorhaben realisiert werden: das Seeufer
soll aufgeschüttet werden, ein voraussichtlich insgesamt
über 80 Meter langer Steg soll in den See hinausführen
und an dessen Ende ein beachtlich großes Bootshaus
mitten im See entstehen.
Hintergrund ist, dass
die Polizei für ihr zunächst beim Diessener Segelclub (DSC)
untergebrachtes neues Boot (liegt derzeit am
Dampfersteg) eine eigene Anlage haben möchte. Beim DSC
mochte sie offenbar nicht bleiben, der Dampfersteg ist
aus schwer begreiflichen Gründen auch nicht recht und
die von unserem Gemeinderat wiederholt vorgeschlagene
Lösung am Dampfersteg in Riederau wurde ohne Ortstermin
mit der Gemeinde und nach mehr als einem Jahr „Prüfung“
lapidar für ungeeignet befunden.
Angesichts der enormen
Kosten eines eigenen Steges (mehr als € 300.000,--
Investition / Unterhaltskosten noch nicht einmal
berücksichtigt), der damit verbundenen
Landschaftsverschandelung im direkten Umfeld der St.
Albaner Kapelle und den kostengünstigen Alternativen,
haben bereits mehr als 500 Diessener einen offenen Brief
an den zuständigen Staatsminister Dr. Kurt Faltlhauser
mit ihrer Unterschrift unterstützt.
Leider haben
sich bislang weder die zuständigen Behörden noch die
Politiker bereit gefunden, ernsthaft mit den Diessener
Bürgern, dem Gemeinderat oder Bürgermeister Kirsch über
die lange bekannten Alternativen zu sprechen. Es sollen
vielmehr offenkundig kurzfristig vollendete Tatsachen
geschaffen werden, um den Protest zu ersticken.
Wir Diessener Bürger,
unterstützt u.a. von unserem Bürgermeister, etlichen
Gemeinderäten, Heimatverein, Bund Naturschutz AGENDA
21, Bündnis 90/Die Grünen möchten Sie daher für den
kommenden Sonntag ab 15:30 Uhr herzlich einladen, mit
uns gemeinsam vor Ort den „Malerwinkel“ zu besuchen, und
zwar sowohl von See- als auch Land aus! Kommen Sie zu
Fuß oder mit Ihrem Boot und bringen Sie ein wenig
Zeit, gute Laune und am besten sogar Kaffee und Kuchen
mit, um der Staatsregierung zu zeigen, dass wir den
Schutz unseres Sees ernst nehmen! Wir werden auch
entlang des geplanten Stegverlaufes mit Booten präsent
sein, und Ihnen Rede und Antwort stehen.
Mit Ihrem
Kommen unterstützen Sie uns, für ein schönes Stück
Diessen und gegen die Verschwendung unserer Steuergelder
zu kämpfen!
v.i.S.d.P.: Dr. Wolfgang Salzmann / Prielwiese 17 /
86911 Diessen |